Elliott Randall ist ein amerikanischer Gitarrist, der als Session Musiker einen ausgezeichneten Ruf genießt und schon mit vielen bekannten Künstlern zusammengearbeitet hat. Elliott spielte das renommierte Gitarren Solo von Steely Dan's Song Reelin' in the Years, über das Led Zeppelin Gitarrist Jimmy Page einmal sagte, dass er es auf einer Skala von eins bis zehn mit einer zwölf bewerten würde. Elliott hat unter anderen auch mit Künstlern wie KISS, The Doobie Brothers, Carly Simon, Seatrain, The Blues Brothers, Carl Wilson, Peter Wolf, Peter Frampton, James Galway, Richie Havens, The Rochester Philharmonic und The American Symphony Orchestra, zusammen gearbeitet. 
Wir haben Elliott getroffen um mit ihm über seine Karriere und seine Erfahrungen mit LEWITT zu reden. 

[LEWITT] Kannst du uns ein bisschen was darüber erzählen, wie du zu dem Gitarristen geworden bist, der du heute bist...  

[Elliott Randall] Ich habe schon mein ganzes Leben ang Musik geliebt! Ich habe angefangen Klavier zu spielen, als ich gerade fünf Jahre alt war und habe dann mit neun zur Gitarre gewechselt, wo ich drei unglaublich gute Lehrer hatte: Bill Suyker, ein New Yorker Studio Typ hat mir die Grundlagen beigebracht, danach bin ich zu Roy Smeck (auch bekannt als der Zauberer an den Saiten), und dann kam Jazz Gitarrist Sal Salvador – und er hat mir wirklich dabei geholfen, meine Technik zu verfeinern und die Musiktheorie besser zu verstehen. Damals im Jahr 1962 fing ich auch damit an aufzunehmen. Es gab ein Studio bei mir in der Nähe und der Besitzer suchte gerade einen jungen, günstigen Session Gitarristen, also fing ich dort an. Ich war dann sehr fasziniert vom Aufnahmeprozess, von der Konsole, dem Mikrofon, dem Band, einfach von all diesen Faktoren die beim Aufnehmen von Musik eine Rolle spielen. Ich hatte jetzt zweierlei Interessen: Zum einen arbeitete ich als Session Musiker und zum anderen arbeitete ich auch als Techniker und als Produzent. Dadurch musste ich mich in allen Bereichen auskennen, also auch mit Mikrofonen.

[LEWITT] Wie bist du dann zu diesen legendären Sessions gekommen?

[Elliott Randall] Am Anfang war es nicht einfach, da ich nur wenige Kunden hatte. Aber so um 1968/69 arbeitete ich bereits mit verschiedenen Gruppen, wie Seatrain und natürlich führt das dazu, dass man weiterempfohlen wird und du baust dir einen Kundenkreis auf. Von September 1971 bis September 1972, war ich der Bandleader für die Original-Produktion von Jesus Christ Superstar am Broadway: wir hatten um die 28 Musiker und es war eine tolle Old School Produktion mit richtigen Violinen, Flöten, ohne dieses Synthesizer Zeug. Viele von den Jungs die abends spielten, arbeiteten tagsüber an Aufnahmen. Ich bekam tonnenweise Empfehlungen und das Resultat war, dass ich von da an den ganzen Tag im Studio arbeitete. Im Sommer 1972 hatten meine Freunde Donald und Walter bereits Steeley Dan gegründet und ich war gerade an der Westküste, also fragten sie mich, ob ich Mitglied der Band werden wolle. Ich lehnte das Angebot sehr höflich ab, aber ich nahm mit ihnen Teile vom ersten Album auf. Und als Reeling in the Years zum Hit wurde, klingelte das Telefon ständig. So läuft das in der Regel: du wirst für irgendwas bekannt und dann bist du plötzlich gefragt. Von da an arbeitete ich permanent an tollen Projekten, bis heute. Die Leute fragen mich immer noch, ob ich mit ihnen an Projekten arbeiten will und ich genieße es bis heute mich da kreativ verwirklichen zu können.

[LEWITT] Kannst du uns über deine Arbeit mit John Lennon erzählen und wie es war ihn zu treffen?

[Elliott Randall] Naja… leider habe ich John Lennon nie persönlich getroffen. 1982 habe ich einen Anruf von Eddi Germano bekommen, der Besitzer der Hit Factory in New York, wo John und Yoko ihre letzten Alben aufgenommen haben. Das Attentat auf John war noch nicht so lange her und sie arbeiteten an zwei verschiedenen Alben Milk And Honey und von dem anderen habe ich den Namen vergessen. Sie fragten mich also, ob ich vorbei kommen und spielen kann und ich arbeitete mit Yoko zusammen – im Gegensatz zu vielen Geschichten die man so hört, war es absolut angenehm mit ihr zusammen zu arbeiten. Ihre Stimmung im Studio war fantastisch und sie war die ganze Zeit auf der Suche nach kreativen Ansätzen. Ich war vielleicht nicht mit allen einverstanden, aber sie hat meinen absoluten 1000-prozentigen Respekt!

[LEWITT] Auf deiner langen Reise durch die verschiedenen Studios, hast du dich nicht nur als Gitarrist und Produzent weiterentwickelt, sondern du hast auch die Anfänge von verschiedenen Aufnahmetechniquen miterlebt, wodurch du auch besser geworden bist, bei dem was du machst. Liegen wir da richtig mit unserer Einschätzung?

Absolut! Ich kann euch zu dem Thema zwei lustige Geschichten erzählen. Eine davon habe ich mit meinem Freund Ken Scott erlebt, neben vielen anderen Sachen hat er einige der Beatles und Supertramp Alben aufgenommen. Ken hat mich damals in sein Studio eingeladen, als er eine Supertramp Session vorbereitet hat. Er verwendete für die Toms U67 Mikrofone und saß da mit einem Metermaß um den exakten Abstand bei jedem Mikrofon einzuhalten. Das war seine Methode. Ein anderer Ansatz verfolgte ein Produzent und Tontechniker namens Bill Szymczyk, der unter anderen Hotel California von den Eagles produzierte: Er liebte das SM 57, eins der billigsten Mikrofone, die du bekommen kannst. Hört euch die beiden Alben an und erzählt mir, es gibt einen qualitativen Unterschied zwischen diesem Album und Supertramp – ich denke nicht, dass ihr das könnt, da es einzig und alleine darum geht, wie gut der Techniker sein Instrument "das Mikrofon" kennt und verwendet.

[LEWITT] Erzähl uns von den Mikrofonen deiner Wahl...

[Elliott Randall] Ich liebe die LEWITTs, die ich in den letzten Jahren verwendet habe. Eines davon ist das LCT 640, ein Kondensator-Mikrofon mit vielen verschiedenen Richtcharakteristiken - fünf um genau zu sein. Es hat eine tolle große Membran, wodurch es wirklich wunderschön den Klang einfängt. Es ist ein Mikrofon für alles und du kannst es wirklich für jedes Instrument verwenden und es wird in höchstem Maße liefern – es ist einfach fantastisch!

Sein größerer Bruder, das LCT 940 hat eine 12AX7 Röhre und ein praktisches externes Netzteil mit Fernsteuerung bietet eine einfache Handhabung wenn es zu den Einstellungen kommt. Der Klang ist sehr ähnlich, wie der des LCT 640, außer dass es wegen der Röhre ein wenig wärmer klingt. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass das LCT 940 ein premium Großmembran-FET-Kondensator-Mikrofon mit einem erstklassigen Röhrenmikrofon in einem Gehäuse kombiniert. Egal in welcher Situation, du kannst bei den Einstellungen nichts falsch machen, es klingt immer hervorragend. Ich verwende eigentlich immer mein LCT 640, aber in Situationen, in denen ich den Klang ein bisschen wärmer haben möchte, wie bei einem schönen Tenorsaxofon oder einer Stimme, verwende ich das LCT 940. Diese Mikrofone sind grandios – für mich sind es Instrumente.

Ich habe für dieses Couch Video das LCT 640 verwendet um Blue Lou Marinis Tenorsaxofon abzunehmen. Der Aufnahmeraum war sehr klein und Lou hatte nicht das einzige Akustik-Instrument. Ich und John Tropea spielten die E-Gitarre und ich wollte von den Gitarren, so wenig wie möglich verlieren, also habe ich die Superniere verwendet. Auch wenn wir drei direkt nebeneinander saßen hört man keinen Pieps von den Gitarren. Ach ja, der Klang von Lou's Tenorsaxofon war absolut warm und himmlisch!

Sein größerer Bruder, das LCT 940 hat eine 12AX7 Röhre und ein praktisches externes Netzteil mit Fernsteuerung bietet eine einfache Handhabung wenn es zu den Einstellungen kommt. Der Klang ist sehr ähnlich, wie der des LCT 640, außer dass es wegen der Röhre ein wenig wärmer klingt. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass das LCT 940 ein premium Großmembran-FET-Kondensator-Mikrofon mit einem erstklassigen Röhrenmikrofon in einem Gehäuse kombiniert. Egal in welcher Situation, du kannst bei den Einstellungen nichts falsch machen, es klingt immer hervorragend. Ich verwende eigentlich immer mein LCT 640, aber in Situationen, in denen ich den Klang ein bisschen wärmer haben möchte, wie bei einem schönen Tenorsaxofon oder einer Stimme, verwende ich das LCT 940. Diese Mikrofone sind grandiosfür mich sind es Instrumente.

Gibt es irgendwelche finalen Worte, die du gerne an die Leute bei LEWITT richten möchtest?

Alles was ich sagen kann ist, macht weiter so! Ich denke dieses Unternehmen macht absolut grandiose Mikrofone und es ist für jedes Budget etwas dabei. An dieser Stelle möchte ich jedem dazu raten sich die Mikrofone mal anzuschauen und auszutesten, da es wirklich sehr gute Mikrofone sind, die himmlisch klingen!



LCT 640 Teaser
LCT 640

Aktuelle Version: LCT 640 TS

LCT 940 Teaser
LCT 940

Klare, knackige FET-Präzision.
Warmer, reichhaltiger Röhrenklang.
Ein Mikrofon.